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Moderne Stromzähler kommen

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(vom 03.12.2018)

Bis zum Jahr 2032 werden in Tornesch die herkömmlichen Stromzähler ausgetauscht. Warum das notwendig ist und was auf Sie zukommen wird, erklären wir Ihnen hier.

Während noch vor 20 Jahren im Wesentlichen große Kraftwerke für die Energieversorgung zuständig waren, hat die Energiewende dafür gesorgt, dass Energie zunehmend dezentral erzeugt wird. Das heißt, Stadtwerke stehen vor der Herausforderung, Windräder, Photovoltaik von Hausdächern, Blockheizkraftwerke und andere Energieerzeuger so zusammenzuführen, dass über 24 Stunden ausreichend Strom für jeden vorhanden ist. Auszusteuern sind dabei insbesondere Verbrauchsspitzen auf der einen Seite und Lieferspitzen auf der anderen Seite, die selten zusammentreffen.

Zwei Systeme – ein Ziel

Grundsätzlich gibt es zwei Messsysteme:

1. Moderne Messeinrichtungen (mMe)

2. Intelligente Messeinrichtungen (Smart Meter)

Moderne Messeinrichtungen erfassen den Stromverbrauch digital, aber übermitteln von sich aus keine Daten. Smart Meter dagegen bestehen aus einer digitalen Messeinheit und einem Kommunikationsmodul, das Daten übermittelt.

Das Gesetz sieht den Einbau von Smart Metern nur unter folgenden drei Bedingungen:

1.      wer in seinem Haushalt mehr als 10.000 Kilowattstunden pro Jahr verbraucht (seit 2017)

2.      wer stromerzeugende Anlagen (z.B. Photovoltaik) mit einer Nennleistung von sieben Kilowatt und mehr nutzt

3.      wer in seinem Haushalt mehr als 6.000 Kilowattstunden pro Jahren verbraucht (ab 2020)

Das heißt, ein großer Teil der Haushalte wird lediglich digitale Zähler verwenden, die weder Informationen übermitteln, noch Informationen von außen erhalten können. Wer eine moderne Messeinrichtung erhalten hat, übermittelt den Zählerstand wie gewohnt per Ablesekarte, QR-Code oder über die Website. Auch Verbraucher, die einen Smart Meter nutzen, übermitteln lediglich die Verbrauchsdaten.

„Die modernen Messeinrichtungen zeichnen den Stromverbrauch der letzten 24 Monate auf. Über das Display der Messeinrichtung ist das dann abrufbar. Das heißt, Sie haben hier jederzeit einen Überblick über Ihren Stromverbrauch“, sagt Energieberater Michael Porebski von den Stadtwerken Tornesch.

Smart Meter – aber sicher!

Wer dagegen Smart Meter verwendet, wird künftig mehr als nur den Energieverbrauch messen können. Gemeinsam mit anderen computergestützten Systemen lässt sich das gesamte Haus vernetzen und automatisiert steuern. Für Sie als modernen Kunden wird dieses System zahlreiche interessante Optionen bieten. So können Sie beispielsweise Ihr Haus über Ihr Smartphone überwachen oder die Heizung zu einem bestimmten Zeitpunkt höher regulieren.

Da beim Smart Meter theoretisch Eingriffe von außen möglich sind, hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie für die Herstellung von Smart Metern und die Übermittlungswege technische Standards und datenschutzrechtliche Rahmenbedingungen formuliert. Damit ist sichergestellt, dass nur Messeinrichtungen in den Verkehr gebracht werden, die den Sicherheitsanforderungen genügen.

Für die moderne Messeinrichtung entstehen jährliche Kosten von maximal 20 Euro, das sind nur 8 Euro mehr als bisher. Dabei sind die Entgelte für den modernen Stromzähler im Gesetz zur Digitalisierung, nicht von den Stadtwerken festgelegt worden. Die Kosten wurden so ermittelt, dass sie durch die Stromeinsparung dank der Transparenz über das eigene Verbrauchsverhalten wieder ausgeglichen werden können.

Wann geht es los?

Bei Neuanschlüssen und bei Zählertausch wird die moderne Messeinrichtung ab 2019 in Tornesch eingebaut. Ansonsten werden Sie die Kollegen der Stadtwerke Tornesch Netz GmbH rechtzeitig informieren.

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